Oft gestellte Fragen


Wieso Psychotherapie?

Wir zitieren dazu mit freundlicher Genehmigung der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen (PKN)aus deren Homepage:


"Psychotherapie ...

ist heute ein wichtiger Faktor im Gesundheitswesen, denn:

  • Im Kampf gegen Ängste, Stress, Depression und andere Störungen bietet die Psychotherapie überzeugende Lösungen an
  • Psychische Störungen stehen als Ursache von Arbeitsunfähigkeit an vierter Stelle
  • Jede dritte Frühverrentung beruht auf psychischen und Verhaltensstörungen
  • Psychische Störungen entwickeln sich zu Volkskrankheiten.
  • Psychotherapie ist nicht mehr tabu.

Ein Wandel ist eingetreten: Während noch vor wenigen Jahren viele Menschen große Hemmungen hatten, einen Psychotherapeuten aufzusuchen, sagen heute nur noch

  • weniger als 30%, eine Psychotherapie käme für sie selbst "auf keinen Fall" in Frage
  • weniger als 40%, es wäre ihnen peinlich, wenn Nachbarn und Bekannte "davon" erführen.

Psychotherapie - was ist das?


Psychotherapie ist die Behandlung von Krankheiten mit Mitteln, die Verstehen, Sprache und Beziehung in den Vordergrund stellen.

Was heißt das praktisch?


"Wenn ich Sorgen habe, hilft es mir, wenn ich mit jemandem darüber reden kann, der mir zuhört, schon mal kritisch nachfragt oder seine Meinung sagt und mit mir überlegt, was ich anders machen könnte und vielleicht auch beim Ausprobieren hilft."

Das ist auch schon das Grundprinzip von Psychotherapie: Aufmerksam zuhören, im richtigen Moment nachfragen, sensibel seine Meinung sagen, Lösungen mitentwickeln und nicht mit Vorschlägen überrumpeln - je gekonnter das geschieht, umso näher kommt das an professionelle Therapie heran.

Psychotherapie ist die professionelle Anwendung von wissenschaftlich entwickelten Verfahren, Methoden und Techniken zur Feststellung, Heilung und Linderung von psychisch verwurzelten Problemen und Krankheiten. Auch die Vorsorge, dass es in problematischen Lebenslagen erst gar nicht soweit kommt, und Hilfe zur Selbsthilfe sind Aufgaben der Psychotherapie.

In der Psychotherapie geht es um sehr persönliche Dinge. Vorgespräche dienen der Abklärung der Problematik. Danach einigen sich Psychotherapeut und Patient über die Art und den Rahmen der Behandlung. Dabei ist der persönliche Eindruck des Patienten ebenso wichtig wie die professionelle Einschätzung. Meist findet die Behandlung als Einzelbehandlung statt. Patient und Therapeut sitzen sich gegenüber, Behandlung im Liegen auf der Couch findet nur in der analytischen Einzelpsychotherapie statt. Je nach Problemlage und Art der Behandlung dauert eine psychotherapeutische Behandlung zwischen 15 und - selten - bis zu 300 Stunden. Für die Behandlung bestimmter, oft sozial bedingter Probleme ist es recht effektiv, Psychotherapie auch in kleinen Gruppen durchzuführen.

"Obwohl ich es bräuchte, sträubt sich doch immer noch etwas in mir…"

Genau. Und das geht nicht nur Ihnen so. Vielleicht kennen Sie "Die Angst vor dem Zahnarzt", denn das Bohren ist ja nicht so angenehm. Kaum jemand breitet sein Leid gerne vor einem anderen aus - und eigentlich auch nicht vor sich selbst, meist aus Scham oder Angst, es könnte auch hier das "Bohren" weh tun. Aber es ist wie beim Zahnarzt: Ohne wird's noch schlimmer, und letztlich hilft da nur eins…

Wohin und zu wem soll ich gehen?

Psychotherapie wird sowohl in psychotherapeutischen Praxen als auch in Kliniken und anderen Einrichtungen angeboten.

Psychotherapie ist die Ausübung eines Heilberufs. Über die Qualität der Ausübung des Berufs wachen die berufsständischen Kammern. Im Fall der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sind dies die Psychotherapeutenkammern . Für die Ausübung des Berufs als Psychotherapeutin oder als Psychotherapeut ist eine 8 bis 10jährige staatlich kontrollierte Ausbildungen und die Approbation, d.h. die staatliche Anerkennung der Qualifikation, erforderlich. Der Titel "Psychotherapeutin / Psychotherapeut" ist gesetzlich geschützt.

Je nach spezieller Ausbildungsrichtung und Tätigkeitsschwerpunkt gibt es verschiedene Berufsgruppen, die Psychotherapie anbieten: In der Liste der norddeutschen Psychotherapeutenkammern finden sie:

Die Psychologischen Psychotherapeuten, die in der Regel Erwachsene behandeln

Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, die Kinder und junge Patienten bis zum 21. Lebensjahr behandeln.

Listen von ärztlichen Psychotherapeuten, die verschiedenen Facharztgruppen (Psychiatern, Fachärzten für psychotherapeutische Medizin, etc) angehören können, entnehmen sie den Seiten der Ärztekammern oder der Kassenärztlichen Vereinigungen."

(aus der Homepage der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen www.pk-nds.de)

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Was zahlt eigentlich die Krankenkasse?


Sowohl die kinder- und jugendpsychiatrischen Leistungen als auch die psychotherapeutischen Leistungen unserer Praxis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden von allen Primär- und Ersatzkassen der Gesetzlichen Krankenversicherung(GKV) bezahlt.

Sie können sowohl mit einem Überweisungsschein eines anderen Arztes als auch direkt mit Ihrer Versichertenkarte zu uns kommen. Erwachsene Patienten, die ohne Überweisungsschein zu uns kommen, müssen die Praxisgebühr von 10,00 € entrichten.

Auch die meisten Privatversicherungen zahlen Leistungen für die psychotherapeutische Behandlung durch ärztliche und psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Privatversicherte müssen jedoch auf das Kleingedruckte in ihren Verträgen achten: Es gibt einige Privatversicherungen, die psychotherapeutische Leistungen in ihren Verträgen ganz ausschließen oder die ihre Leistungspflicht für Psychotherapie auf ärztliche Psychotherapeuten beschränken (z.B. die Landeskrankenhilfe Lüneburg).

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Wie lange dauert es, bis man einen Termin, bzw. einen Psychotherapie-Platz bekommt?


Obwohl wir eine recht große Praxisgemeinschaft mit relativ vielen Behandlern und Therapeuten sind, haben wir wegen der großen Nachfrage nach Behandlungen leider eine recht lange Warteliste. Zusätzlich sind wir durch Budgetierung und Fallzahlzuwachsbegrenzung der Kassenärztlichen Vereinigung in unseren Behandlungsmöglichkeiten eingeschränkt.

Wir können daher - außer in dringenden Notfällen - keine kurzfristigen Terminangebote machen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, wenn wir Sie auf eine Warteliste setzen und Sie bitten, sich in bestimmten Abständen wieder bei uns zu melden, damit wir wissen, ob Sie noch immer an dem Behandlungsplatz interessiert sind.



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Was ist eigentlich der Unterschied zwischen


  • einem Psychiater,
  • einem Psychologen und
  • einem Psychotherapeuten ?

Psychiater:
Grundstudium Medizin, Abschluss: Arzt, Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie

Psychologe:


Grundstudium Psychologie, Abschluss: Diplom-Psychologe

Psychotherapeut:


Arzt oder Diplom-Psychologe mit Weiter- und/oder Fortbildung zum Psychotherapeuten

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:


Arzt, Diplom-Psychologe oder Diplom-Sozialpädagoge mit Weiter- und/oder Fortbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten


Kinder- und Jugendpsychiater:


Arzt mit Weiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie